Quo vadis Wuppertaler Tanztheater?

Das Wuppertaler Tanztheater hat sich durch die Arbeit von Pina Bausch weltweiten Ruhm und Anerkennung erworben. Auch fast zehn Jahre nach
dem Tode der großen Choreographin ist das Ensemble weltweit gefragt und wochenlang auf Tournee.

Musste sich Pina Bausch am Anfang dieser beeindruckenden Karriere mit ihrer Interpretation des modernen Tanztheaters erst gegen Widerstände des Publikums durchsetzen, so sind die Probleme der heutigen Zeit durchweg hausgemacht.

Es scheint in Wuppertal nicht möglich, eine funktionierende Kulturlandschaft am Laufen zu halten. Nach Oper, Schauspiel, Sinfonieorchester, von der Heydt-Museum und Engels-Haus wurde nun auch das Tanztheater deutschlandweit beschädigt, und zwar durch Inkompetenz, Selbstüberschätzung und Geltungsdrang. Die aktuellen Folgen: Intendantin Adolphe Binder bekam die fristlose Kündigung und der Geschäftsführer Dirk Hesse verlässt das Tanztheater zum Ende des Jahres.

Unbeantwortete Fragen:

1. Wer wird Nachfolger von Dirk Hesse?
2. Wer übernimmt die Verantwortung für die Demontage des wichtigsten Kulturexportgutes der Stadt?
3. Wird die Geschäftsordnung des Tanztheaters, ein Hauptgrund für die Streitigkeiten, nun endlich zeitgemäß aktualisiert?
4. Wer ist nun für die Suche nach Nachfolgern verantwortlich?
5. Auf welche Weise werden Nachfolger gesucht?
6. Wann (oder überhaupt?) wird der Stadtrat vernünftig informiert und beteiligt?
7. Wann gedenkt der verantwortliche Dezernent sich zu der Angelegenheit zu äußern?
8. Wie wird die (erneute) Übergangszeit bestritten werden?

Und zu guter Letzt: Was muss in Wuppertal passieren, damit ein verantwortlicher Dezernent Rechenschaft über sein Handeln (wenn denn mal gehandelt wird) ablegen muss?

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.