Allianz für Wuppertal fordert schlüssiges Sicherheitskonzept für den neuen Döppersberg

Während die Bauarbeiten am neuen Döppersberg voran schreiten, ist ein zentraler Aspekt der Neugestaltung völlig aus dem Fokus der Politik und der Öffentlichkeit geraten.

Es fehlt immer noch ein Sicherheitskonzept für das neue Eingangstor zu unserer Stadt und damit verbundene Entscheidungen zum Umgang mit dem Wupperpark Ost und der Trinkerszene am Hauptbahnhof. Stattdessen verläuft die Suche nach einem Standort für die Polizeiwache im Sande und die Stadtverwaltung plant den Bau einer Anlaufstelle für Alkoholkranke und Obdachlose am ehemaligen Infopavillon Döppersberg.

Ralf Wegener, Vorsitzender der Ratsgruppe Allianz für Wuppertal (AfW) im Stadtrat der Stadt Wuppertal: „Es führt kein Weg daran vorbei, dass die Polizei direkt am Döppersberg untergebracht wird. Es muss ein in sich geschlossenes Sicherheitskonzept erarbeitet werden, zum Wohle der Bürger und zur Sicherung der Gewerbetreibenden vor Ort.“

Aus diesem Grund schlägt die Allianz für Wuppertal (AfW) vor, einen gemeinsamen Standort für die Bundespolizei (ehemalige Bahnpolizei) und Landespolizei (Dienststelle Döppersberg) sowie das Ordnungsamt Wuppertal zu finden, der direkt am Döppersberg liegt. Diese Regelung wird von den Polizeibehörden selbst als die sinnvollste angesehen.

Außerdem kritisiert die Allianz für Wuppertal den gewählten Ort für den Neubau des Café Cosa. Um es mit den Worten des Kämmerers aus der WZ vom 5.Mai 2014 zu sagen: Der neue Platz eigne sich „nicht als Treffpunkt für diejenigen, die heute auf der Platte sind.“
Vor diesem Hintergrund ist die Entscheidung der Stadtverwaltung für ein Café Cosa auf dem neuen Bahnhofsvorplatz nicht zu verstehen.

Selbstverständlich ist es sinnvoll und notwendig, für Suchtkranke und Obdachlose eine gut erreichbare Anlaufstelle anzubieten. „Doch die Frage muss erlaubt sein: Gehört eine Suchtberatungsstelle in den Hauptbereich des neuen Eingangstors der Stadt?“

Die Antwort ist für uns klar: Die „Platte“ muss vom Döppersberg verschwinden. Es ist weder den Besuchern noch den Bürgern unserer Stadt zuzumuten, dass als erster Eindruck von Wuppertal die hiesige Trinkerszene zu bewundern ist!

„Selbst Angestellte des Café Cosa sind mit der jetzigen Planung nicht glücklich. Was muss also passieren, damit die Stadtverwaltung von diesem Plan Abstand nimmt?“

Die Forderungen der Allianz sind im Einzelnen:

  • Ein runder Tisch mit allen Beteiligten, um endlich die Suche nach einem geeigneten gemeinsamen Standort für Polizei und Ordnungsamt abzuschließen.
  • Verwurf der Planungen des Café Cosa auf dem Gelände des Wupperparks Ost und Suche nach einem besser geeigneten Standort.

Die Ratsgruppe AfW regt deshalb an, dass sich Stadtverwaltung, die Bundespolizei-Bezirksdirektion, der Leiter des Ordnungsamtes, die Polizeipräsidentin Frau Radermacher, die Investoren und die Fraktionen und Gruppen des Stadtrates zu einem Gespräch zusammen finden, um ein tragfähiges Sicherheitskonzept zu entwickeln und gemeinsam eine Standortentscheidung für eine Wache Döppersberg zu treffen.

Weiterhin regt die Ratsgruppe an, dass Sozialdezernent Kühn, die Leitung des Café Cosa und die im Stadtrat vertretenen Fraktionen und Gruppen in einem Gespräch erörtern, wie und wo ein Alternativstandort für das Café gefunden werden könnte.

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